Dienstag, 30. Mai 2017

aus dem Leben der schlesischen, lausitzer und oberlausitzer Menschen


Bei der Betrachtung des Leben der schlesischen, lausitzer und oberlausitzer Menschen stößt man unweigerlich auf unterschiedliche Parallelen. Einerseits rührt dieser Umstand von der geografischen Geschlossenheit des Gebietes her. Darüber hinaus sind gemeinsame ethnische Wurzeln offensichtlich. Doch auch der ähnlich schwierige Broterwerb auf vergleichbaren Äckern führte dazu, dass glücklicherweise noch heute solche "Überbleibsel" zu finden sind.




In allen drei Bereichen sind die Umgebindehäuser zu finden. Heute muss man der Richtigkeit halber die Länder nennen, Deutschland, Polen und Tschechien. In den Regionen wird viel dafür getan, dass diese einzigartigen Häuser erhalten bleiben. Im folgenden Foto ist zu erkennen wie entsprechend der Bauweise restauriert wird. Das frische Holz spricht davon, dass augenblicklich die BLOCKSTUBE restauriert wird. Diese Blockstube stellte den wichtigsten Raum des Hauses dar und war zugleich Haus im Hause. Sie besteht aus dicken Holzbohlen. Die Verzahnung am Ende der Holzbohlen gestattet einen Vergleich mit der Blockhütte.




Traditionell gehört die Kartoffel zu Schlesien, der Lausitz und der Oberlausitz wie Leinöl, Quark und Fisch.
Auf jedem Acker angebaut, ernährte die Kartoffel die Menschen und das eigene Vieh.




Der marinierte Fisch zählte schon damals zu den Delikatessen und gelangte trotz der Einfachheit des Rezeptes nicht täglich auf den Tisch. Die Hausfrau von heute verwendet den Salzhering oder die Salzheringsfilets aus dem Markt um die Ecke. Einst nutzten die Menschen den Fisch aus dem Weiher oder aus dem Bach vor der Tür für diese Mahlzeit. Meine Schwiegermutter Sigrid bereitete dieses Gericht in einer Bunzlauer Schüssel (Schlesien) nach originalem Rezept (Lausitz) und mi vielen Zutaten aus dem eigenen Garten (Oberlausitz) zu. So schließt sich am Ende der eingangs aufgegriffene Gedanke der schlesischen, lausitzer und oberlausitzer Parallelen kulinarisch köstlich. 




Es würde mich sehr freuen, wenn ihr auch morgen wieder in den Fensterblog hineinschaut, so wie ich in dieses Fenster blicke.




Kommentare:

  1. Lieber Egbert,
    schön, dass du uns die Verbundenheit nahebringst.
    Kartoffeln sind auch in Westfalen bei uns ein Hauptgericht.
    Die Spätzlefraktion habe ich erst hier in BW kennengelernt.
    Wundervolle Gerichte!
    Einen angenehmen Dienstag wünscht dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, die Spätzle mag ich auch sehr und die Gottesbescheißerle ebenso. Doch zu mittag gibt es wieder Kartoffeln. :))

      egbert

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  2. Immer wenn wir wo anders sind , essen wir das was dort üblich ist . Regionale Küche kann unglaublich lecker sein ... Deine Bilder machen echt hunger :))
    LG heidi

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    1. Das finde ich sehr gut, auch deshalb, weil wir es ebenso praktizieren. Im Ausland versuchen wir sogar, mit den Leuten daheim zu kochen. Das fällt in Frankreich bekanntlich schwer, aber in Ländern wie Italien erlebten wir dabei wunderbare Geschichten.

      egbert

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    2. Das kann ich wirklich gut verstehen .... Ich verstehe immer die nicht , egal wo sie hinkommen , das sie dann ein Wiener Schnitzel essen ... Für mich darf es gerne was völlig unbekanntes sein . Einzig es darf mich vom Teller aus nicht mehr anschauen *gg ... nein Keine Insekten ... die gehören in den Garten oder den Reptilien

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    3. Auch hierbei stimme ich dir zu. Das Wiener Schnitzel oder die Thüringer Bratwurst gehören ins Heimkehrritual, also zu den Sachen, auf die man sich bei der Rückkehr aus dem Urlaub so richtig freut.

      egbert

      PS: Wie sieht es augentechnisch mit Fischen aus, die z.B. im Folie gegart werden?

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  3. freu dich..ich schaue so oft ich kann... :))

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    1. na klar, da freue ich mich, ganz dolle
      :)

      egbert

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  4. auch wir waren unterwegs zum umgebindehaus-tag - post kommt später :-)
    xxx

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    1. Einerseits bin ich hoch erfreut, davon zu lesen, andererseits bin ich auf eure Eindrücke sehr gespannt.

      egbert

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  5. Das ist nicht fair: Ich hatte kein richtiges Abendbrot aber jetzt bekomme ich Appetit.
    Liebe Grüße!

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    1. Das ist so lecker gewesen, dass du ohne Abendbrot einen Großteil des Inhalts genossen hättest.
      :)

      egbert

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