Freitag, 19. Mai 2017

Talblick


Vom Gipfel herab ins Neißetal kommend, begegnete mir noch dieses Fenster.


Dies Tafel ist ein letztes Überbleibsel der einst größten und bedeutendsten Flachsspinnerei Deutschlands.
Markus Ludwig schreibt in seinem Buch 'Die Geschichte der Flachsspinnerei Hirschfelde':

Weltkriege, Inflation, Weltwirtschaftskrise, Restrukturierungen, mehrere Brände und Hochwasser sowie oftmals der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sowie qualitativ hochwertigen Rohstoffen über die lange Zeit konnten den Betrieb zwar ins Wanken bringen, ernsthaft gefährden jedoch nicht. 

Mit der deutschen Einheit endete diese Geschichte dieser Industrialisierung einer ganzen Region kurz vor dem 160. Jahrestag.






Kommentare:

  1. Amen.So sieht dann vermutlich der Wandel der Zeit aus. Dein Post wird das Vergessen dieser Epoche einen kleinen Moment aufhalten. Wenn ich vergangenes sehe muss ich unweigerlich an die Menschen denken, und wie sie wohl gelebt haben
    LG und ein schönes Wochenende für Dich
    Von Heidi

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    1. Zum Glück gibt es Menschen, die mit ihren Büchern und Ausstellungen die Erinnerung wach halten und etwas gegen das Vergessen tun.

      egbert

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  2. Und bis zum 160. Jahrestag ging es im Schneckentempo.
    LG aus dem flinken Westfaöen
    Michael

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    1. Zwischenzeitlich ging der 160. Jahrestag ungefeiert vorbei.

      egbert

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  3. Lieber Egbert,
    gestern der Berg - heute das Tal.
    Allerdings ist die Geschichte, die hinter dem Fenster steht
    nicht gerade erfreulich. Schade, wenn eine ganze Region vor
    dem Nichts steht.
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht Dir
    Irmi

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    1. Der geschichtliche Kreis schloß sich wieder. Zunächst fanden hunderte Menschen und das über viele Generationen Arbeit und Brot. Dann standen sie im Arbeitsamt in langer Schlange an. Sie selbst und ihre Kinder gingen dahin, wo es Arbeit gab und gibt. Jetzt gleicht diese Region in der Dichte der Einwohner (fast) der, wie es vor Gründung der Flachsspinnerei war.

      egbert

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  4. Das Bibel mit der Schnecke ist ja klasse.

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    1. ...doch der Sandstein verrät, die Vergänglichkeit ist keine theoretische Annahme.

      egbert

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  5. Das sind dann wohl die blühenden Landschaften...
    Liebe Grüße!

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    1. Alles ist nun verblüht. Er vergaß uns zu sagen, dass dieser Umstand unabdingbar mit seiner Vision einhergehen wird.

      egbert, noch in der Blüte

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